Welpen ABC - von L wie 'Lernen, 'N wie 'Name' & 'Nein' bis hin zu P wie 'Parasiten'


Lernen

Das Prinzip von 'Lernen' ist grundsätzlich sehr einfach: Lohnt sich ein Verhalten in der jeweiligen Situation, so wird es wiederholt gezeigt. Die ersten Wochen sind geprägt von folgendem Satz: "Verhindere, dass Welpi unerwünschtes Verhalten zeigt." Durch Managementmaßnahmen kommt Welpi erst gar nicht auf die Idee und wird dieses Verhalten dann auch später nicht zeigen, da es sich ja nicht gelohnt hat.

Lobt Welpi umso mehr, wenn er etwas Tolles macht und nehmt es nicht für selbstverständlich, dass er sich zum Beispiel nicht vor dem Feuerwerk erschrickt, sondern belohnt ihn!

Er lernt mit jedem Tag neue Geräusche, Dinge, Menschen und Hunde kennen. Je mehr ihr lobt und belohnt, desto mehr verhindert ihr, dass er etwas Falsches zeigt und lernt. Und je mehr Futter Welpi bekommt, desto besser fühlt er sich noch dazu. Vergesst nicht, alles ist neu: Autos, Radfahrer, Jogger, Enten, Bagger, Katzen, Reiter... die Liste lässt sich fast bis ins Unendliche fortführen. Belohnt Welpi für jeden ruhigen Blick auf diese neuen Eindrücke! 

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Management

Gutes "Management" bedeutet, dass Alltagssituationen so gestaltet werden, dass Welpi für unerwünschtes Verhalten keine Möglichkeit bekommt. Wenn Welpi zu Erfolg (aus seiner Sicht!) kommt, wird er das unerwünschte Verhalten umso öfter zeigen, es wirkt für Welpi sozusagen selbstbelohnend.

Den Mülleimer ausleeren, ist zum Beispiel für Welpi superlustig und spannend, es ist, aus seiner Sicht, ein voller Erfolg. Je öfters er die Möglichkeit dazu bekommt, indem der Mülleimer offen und zugänglich für ihn erreichbar ist, desto öfters wird sich Welpi den Spaß gönnen und an den Mülleimer ran gehen. Management in diesem Fall bedeutet: Räum den Mülleimer weg. Dadurch kommt Welpi nicht auf die Idee an den Mülleimer ran zu gehen und wird das Verhalten umso weniger zeigen. 

Gute Erziehung braucht zwei Standbeine: Gutes Management zum Einen und gewaltfreies Training zum Anderen. Durch gutes Management wird verhindert, dass Welpi unerwünschtes Verhalten lernt. Gleichzeitig festigt gewaltfreies Training durch Lob und Belohnung, das erwünschte Verhalten für einen gemeinsamen Alltag. 

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Name

Ihr habt euch sicherlich einen tollen Namen ausgesucht. Jetzt sollte Welpi noch lernen, dass er auch so heisst. ;) Sagt seinen Namen und belohnt das Aussprechen und die Reaktion von Welpi mit Leckerchen. Übt das Ganze an verschiedenen Orten und auch im Garten. Steigert die Ablenkung durch Umweltreize langsam.  

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Nein

Ein ‚Nein‘ kommt vielen Menschen den Hunden gegenüber schnell über die Lippen. Doch Welpi kommt nicht auf die Welt und kennt die Bedeutung von ‚Nein‘. So wird ‚Nein‘, auch durch die verärgerte Stimme und Körperhaltung des Menschen, zur Ankündigung dafür, dass es gleich Ärger gibt. Daher bitte das Wort ‚Nein’ oder ein Alternativverhalten gut trainieren sodass Welpi versteht, was gewünscht wird.

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Parasiten

Flöhe, Zecken, Milben und Haarlinge können Welpi von außen oft sichtbar quälen, Magen- Darm-Parasiten wie Würmer oder Giardien befinden sich im Hund. 

Flöhe vermehren sich innerhalb kürzester Zeit und machen sich durch das Kratzen und Beißen von Welpi bemerkbar. Oft ist Flohkot als kleiner schwarzer Punkt sichtbar auf hellem Untergrund oder findet sich im Hundefell beim Durchkämmen mit einem Flohkamm. Circa 95% der Flohpopulation lebt nicht auf dem Hund, sondern in der Umgebung. Bitte sprecht euch mit einem Tierarzt eures Vertrauens ab, welche Mittel ihr für Welpi als auch für die Umgebung verwenden könnt. 

Sucht Welpi in den warmen Monaten regelmäßig nach Zecken ab und entfernt diese bitte mit einer Zeckenzange oder Zeckenschlinge. Sprecht auch hier mit eurem Tierarzt, welche Möglichkeiten es gegen Zecken für euren Welpen gibt. Manche HundebesitzerInnen verwenden äußere Mittel wie Spot-ons, Halsbänder oder auch Tabletten. Manche benutzen pflanzliche Mittel wie Kokosöl oder Bernsteinketten. 

Es gibt verschiedene Arten von Würmer, die Welpi das Leben schwer machen können und zu Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Erbrechen führen können. Wurmkuren wirken nur akut bei Befall und nicht vorbeugend gegen Würmer. Sammelt über mehrere Tage den Kot von Welpi und bringt diesen zum Tierarzt für eine Kotuntersuchung um einen Befall festzustellen und auch um welche Art von Parasiten es sich handelt. 

Manche Wurmarten können auf Menschen übertragen werden. Achtet auf Hygiene und im Spiel von Kindern und Welpi bitte, dass der Hund die Kinder nicht ableckt.  

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Quelle und Buchtipp: ‚Das Welpen-ABC Junge Hunde positiv fördern und erziehen: Von Auf-den-Arm-Nehmen bis Zerrspiele' von Madeleine Franck & Rolf C. Franck